Rauhmannstag

Erzählt wird die Geschichte von „Commander“ und „Panzer“, von Vater und Sohn, angesiedelt im Boxermilieu. Der „Commander“ ist der Ex-DDR-Elite-Boxer, Ex-Fallschirmjäger und Ex-Häftling Uwe Schuster. In einer heruntergekommenen Industrieruine betreibt der gutmütige Choleriker ein Profi-Boxcamp. Für ihn, seinen Sohn Philipp und für seine Ghettokämpfer die einzige Chance für den sozialen Aufstieg. Ohne Kompromisse zu machen, schlagen sie sich verbissen durch ihren Alltag. Ein selbst auf die Beine gestellter Weltmeisterschaftskampf soll die große Wende in ihrem Leben bringen.

„Rauhmannstag“ ist ein Film mit großer Symbolkraft, ohne den typischen Generationenkonflikt. Ein höchst emotionaler und absolut ehrlicher Streifen, der tiefer geht und dessen Schöpfer mit einer Prise Humor und radikal authentischer Kamera verfolgen, was ihre Film-Helden jeden Tag tun: in einer rauen Umgebung um die Erfüllung ihrer Träume kämpfen.

Für diesen eindrücklichen Dokumentarfilm haben die beiden Autoren, Wilhelm Domke-Schulz und Jens Rudolph, zusammen mit 11 jungen Filmemachern den außergewöhnlichen Uwe Schuster fast ein Jahr lang begleitet. Der Film bietet einen einzigartigen Einblick in die Ängste, Hoffnungen und Ideale einer öffentlich wenig beachteten Schicht der Gesellschaft.

EP, 97 min, 2015